Überhosen aus Wolle

Überhosen aus Wolle
Wollüberhosen? Das klingt für viele Stoffwickel-Eltern erstmal seltsam, ist aber eine ganz tolle Sache! Wolle ist wunderbar atmungsaktiv und lässt noch mal mehr Luft an die Haut als eine Mikrofaser-Überhose. Über einer Nachtwindel zum Beispiel sorgt die Wollüberhose für deutlich weniger Nachtwindel-Geruch am Morgen. Das liegt am enthaltenen Wollfett (Lanolin), das den Urin neutralisiert. So reicht es aus, eine Wollüberhose am Morgen zu Lüften. Abends ist sie wieder einsatzbereit, ohne dass man sie waschen musste. Lanolin sorgt ebenfalls dafür, dass eine Wollüberhose wasserdicht ist. Wolle ist das einzige natürliche Material, das man unkompliziert wasserdicht machen kann.
Wie kommt nun das Lanolin in die Überhose? Schafwolle enthält von Natur aus bereits Lanolin und auch in Wollüberhosen ist oft noch natürliches Lanolin enthalten. Mit der Zeit verbraucht sich dieses Wollfett und man muss es der Wollüberhose wieder zuführen. Das macht man mittels Wollkur (selbstangerührt oder fertig): einfach in heissem Wasser auflösen, Wollüberhosen hineinlegen, einige Stunden warten, trocknen lassen, fertig.
Wie oft muss man Wollüberhosen waschen? Das kommt ganz auf die Beanspruchung an. Wollüberhosen, die nur nachts verwendet werden, muss man zum Beispiel nur circa alle drei Wochen waschen (wichtig: Waschen nur von Hand oder im kalten Wollwaschgang). Wickelt man auch tagsüber mit Wollüberhosen, ist es entsprechend öfters nötig. Allgemein gilt: Wenn die Wolli riecht oder nicht mehr dicht ist sowie nach jeder Wäsche (mit einem milden Wollshampoo, z.B. von Disana oder Ulrich), wird sie wieder "gefettet".
 
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